Blutegeltherapie

Blutegel (hirudo medicinalis) sind Ringelwürmer, verwandt mit dem Regenwurm.

Die Blutegeltherapie wird vom Menschen schon über 6000 Jahre eingesetzt, genauso, wie Tiere oftmals bei Beschwerden die Gewässer aufsuchen, da der Egelbiss oft Linderung und Heilung bringt.

Es handelt sich um sehr hübsche und gute Schwimmer, die sogar angenehm anzufassen sind – und es sind überaus empfindsame Wesen!

Die grundsätzliche Doppelwirkung des Blutegel- bisses - gleichzeitig Injektion von heilsamen (z.B. gerinnungshemmenden) Substanzen und Absaugen von dadurch etwa verflüssigten Thromben hat ihm 1987 in der rekonstruktiven Chirurgie der Human- medizin einen zusätzlichen Schub in seinem Comeback verholfen.

Das Comeback begann mit einem von einem Hund abgebissenen Ohr, welches der Harvard-Professor Joe Upton seinem Besitzer, einem kleinen Jungen wieder annähte.

Zuerst schien es nicht wieder anzuwachsen, erst als Upton einen Blutegel ansetzte, kam der Blutfluss im Ohr wieder in Gang und die Wunde verheilte.

Dieser Fall verschaffte der Blutegeltherapie einen festen Platz in der Unfall- und plastischen Chirurgie.

Durch ihre Speichelsubstanz ermöglichen die Blutegel ein Verbinden von getrennten feinen Venen ohne die Gefahr eines Blutgerinnsels.

Blutegeltherapie, als Begleittherapie oder Therapie bei folgendem Auszug an Krankheitsbildern:
(nur von erfahrenen Heilpraktikern oder Ärzten durchzuführen!)
 

  • Venöse Gefäßerkrankungen: Thrombose, Thrombophlebitis, Krampfadern, Besenreißer
  • Arthrose (Studie der med. Hochschule Essen: Wirkung wie NSAR, ohne Nebenwirkungen)
  • degenerative Gelenkerkrankungen als Begleittherapie
  • Gelenkrheuma, PCP: primär chronische Polyarthritis, im akuten Schub schmerzlindernd!
  • Akuter Gichtanfall, Linderung oft schon während der Behandlung!
  • Verletzungen: Quetschung, Hämatom, Prellung, Frakturen, post OP „Boxer nutzen Egel bei Schwellungen am Auge!“
  • Schlechte Heilung, schlechtes Wundfleisch, langes Eitern, Wundheilungsstörungen
  • Hauterkrankungen wie z.B. Furunkel (man kann quasi beim Abschwellen zusehen), Karbunkel, infiz. Insektenstiche
  • Erkrankungen der Lymphknoten
  • Ohrenerkrankungen:
      Tinitus!!! Oft nach 3 Behandlungen weg
      Mittelohrentzündung Kinder! v. a. chronische, ab Kleinkindalter, als Begleittherapie!
  • Bluthochdruck
  • und viele mehr!

Der Biss

Der Biss ist eigentlich ein Sägen

Drei sternförmig angeordnete Sägeleisten mit jeweils etwa 80 Kalkzähnchen raspeln sich vorsichtig durch die Haut, um zum Blut zu gelangen. Zwischen den Kalkzähnchen sind Öffnungen, durch die die Saliva, der Blutegelspeichel abgegeben wird.

Der Biss eines Blutegels ist nicht schmerzhaft, denn der Egel hat in der freien Natur kein Interesse daran, überhaupt bemerkt zu werden.

Ob zur Schmerzlinderung ein Anästhetikum im Speichel enthalten ist, ist umstritten.

Der Biss eines Blutegels wird wie "Brennnesselstiche", "Mückenstiche", "ein leichtes Ziehen" oder "Einstiche von Injektionsnadeln" beschrieben.

Blutegeltherapie in Bremen:

Jürgen Seibold, Heilpraktiker und Physiotherapeut
www.heilpraktiker-seibold.de
in der Praxis für Naturheilkunde & Physiotherapie Gläser
Obernstraße 39 - 43
28295 Bremen

Telefon: (0421) 3015758

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